Nutzungsrichtlinie
Stand: 12. Oktober 2026
Diese Richtlinie ist Teil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Ziffer 5). Sie gilt für alles, was Nutzer über Meteor-AI eingeben, hochladen, erzeugen oder in der Bibliothek ablegen — Chats, Bilder, Assistenten, Flows und HTML Apps. Begriffe wie „Anbieter“ und „Nutzer“ haben dieselbe Bedeutung wie in den AGB.
1. Verbotene Inhalte und Zwecke
Über Meteor-AI ist es nicht erlaubt,
- Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern oder sexualisierte Darstellungen Minderjähriger zu erzeugen, zu suchen oder einzugeben, in welcher Form auch immer,
- sexuelle oder intime Darstellungen realer Personen ohne deren Einwilligung zu erzeugen,
- zu Gewalt oder Terror aufzurufen, Menschen zu bedrohen, zu belästigen oder wegen Herkunft, Religion, Geschlecht, Behinderung, Alter oder sexueller Identität herabzuwürdigen,
- Anleitungen für chemische, biologische, radiologische oder nukleare Waffen, für Sprengstoffe oder für die Herstellung von Waffen zu erstellen,
- Schadsoftware zu entwickeln, IT-Systeme ohne Erlaubnis anzugreifen oder auszuspähen, Phishing oder Spam zu betreiben,
- zu betrügen, Dokumente zu fälschen, sich als eine andere Person auszugeben oder Desinformation zu verbreiten, die Wahlen beeinflussen soll,
- Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechte oder Geschäftsgeheimnisse Dritter zu verletzen,
- personenbezogene Daten ohne Rechtsgrundlage zu verarbeiten oder Menschen zu überwachen, zu verfolgen oder heimlich Profile über sie zu bilden,
- sonst gegen geltendes Recht zu verstoßen.
2. Verbotene KI-Praktiken
Meteor-AI darf nicht für Praktiken eingesetzt werden, die Art. 5 der KI-Verordnung verbietet, insbesondere nicht, um
- Menschen mit unterschwelligen, manipulativen oder täuschenden Techniken zu einem Verhalten zu bewegen, das ihnen erheblich schadet,
- Schwächen von Menschen wegen ihres Alters, einer Behinderung oder ihrer sozialen oder wirtschaftlichen Lage auszunutzen,
- Menschen nach ihrem sozialen Verhalten oder ihrer Persönlichkeit zu bewerten und sie deshalb zu benachteiligen (Social Scoring),
- allein aus einem Profil vorherzusagen, ob ein Mensch eine Straftat begehen wird,
- Gesichtsbilder ungezielt aus dem Internet oder aus Videoaufnahmen zu sammeln, um Datenbanken zur Gesichtserkennung aufzubauen,
- Emotionen von Menschen am Arbeitsplatz oder in Bildungseinrichtungen zu erkennen, außer aus medizinischen oder Sicherheitsgründen,
- Menschen anhand biometrischer Daten nach Herkunft, politischer Meinung, Gewerkschaftszugehörigkeit, religiöser Überzeugung, Sexualleben oder sexueller Ausrichtung einzuordnen.
3. Kein Einsatz für Hochrisiko-Entscheidungen
Meteor-AI ist kein Hochrisiko-KI-System im Sinne der KI-Verordnung und nicht dafür gebaut. Nutzer dürfen es nicht einsetzen, um Menschen in den Bereichen des Anhangs III der KI-Verordnung zu bewerten, auszuwählen oder über sie zu entscheiden — etwa bei Einstellung, Beförderung oder Kündigung, Kreditwürdigkeit, Preisen von Lebens- oder Krankenversicherungen, Zugang zu Bildung oder zu öffentlichen Leistungen, in der Strafverfolgung, bei Migration und Asyl oder in der Justiz.
Ergebnisse ersetzen keine rechtliche, medizinische, steuerliche oder finanzielle Beratung durch Fachleute. Wer sie für Entscheidungen mit solchen Folgen heranzieht, prüft sie selbst oder lässt sie prüfen.
4. Kennzeichnung künstlich erzeugter Inhalte
Die KI-Verordnung (Art. 50 Abs. 4) verpflichtet auch die Nutzer:
- Wer mit Meteor-AI Bilder, Videos oder Tonaufnahmen erzeugt, die echten Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen täuschend ähneln (Deepfakes), und sie veröffentlicht oder weitergibt, legt offen, dass sie künstlich erzeugt oder verändert sind. Bei offensichtlich künstlerischen, satirischen oder fiktionalen Werken genügt ein Hinweis, der die Darstellung nicht stört.
- Wer mit Meteor-AI erzeugte Texte veröffentlicht, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren, legt offen, dass sie künstlich erzeugt sind — es sei denn, ein Mensch hat sie redaktionell geprüft und trägt die Verantwortung dafür.
Kennzeichnungen, die Modelle oder Meteor-AI in Ergebnissen anbringen, etwa Metadaten oder Wasserzeichen in Bildern, dürfen nicht entfernt oder verfälscht werden, um die Herkunft eines Inhalts zu verschleiern.
5. Technische Grenzen
Nicht erlaubt ist außerdem,
- den Dienst automatisiert in großer Menge abzufragen, auszulesen oder zu überlasten,
- Schutzvorkehrungen von Meteor-AI oder der Modelle zu umgehen, etwa Nutzungsgrenzen, die Prüfung des Landes bei der Registrierung oder die Sicherheitsfilter der Modelle,
- ein Konto mit anderen zu teilen oder den Zugang an Dritte weiterzuverkaufen,
- Ergebnisse zu verwenden, um KI-Modelle zu entwickeln oder zu trainieren, die mit denen der angebundenen Modellanbieter in Wettbewerb stehen,
- die Anwendung zu dekompilieren oder ihre Funktionsweise auszuforschen, soweit das Gesetz es nicht ausdrücklich erlaubt.
6. Verstöße melden
Wer auf rechtswidrige Inhalte oder auf Verstöße gegen diese Richtlinie stößt, meldet sie per E-Mail an info@meteor-ai.com. Eine Meldung sollte enthalten:
- warum der Inhalt rechtswidrig ist oder gegen die Richtlinie verstößt,
- wo er sich befindet, so genau wie möglich,
- Name und E-Mail-Adresse der meldenden Person — außer bei Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern,
- die Erklärung, dass die Angaben nach bestem Wissen richtig und vollständig sind.
Der Anbieter bestätigt den Eingang, prüft die Meldung zügig und sorgfältig und teilt der meldenden Person seine Entscheidung mit. Hinweise auf Straftaten, die das Leben oder die Sicherheit von Menschen gefährden, gibt er an die Strafverfolgungsbehörden weiter.
7. Maßnahmen bei Verstößen
Die angebundenen Modelle können Anfragen ablehnen oder Antworten abbrechen, wenn sie gegen deren eigene Schutzregeln verstoßen; darauf hat der Anbieter keinen Einfluss.
Erfährt der Anbieter von einem Verstoß, kann er je nach Schwere betroffene Inhalte sperren oder löschen, das Konto vorübergehend sperren oder den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen (AGB Ziffer 5.1 und 7). Er wählt die mildeste Maßnahme, die ausreicht, und berücksichtigt die Rechte und berechtigten Interessen aller Beteiligten. Die betroffene Person erfährt per E-Mail, welche Maßnahme er getroffen hat und warum, soweit das Gesetz es nicht verbietet. Sie kann innerhalb von sechs Monaten per E-Mail widersprechen; der Anbieter prüft die Entscheidung dann erneut. Der Weg zu den Gerichten bleibt offen.
8. Änderungen
Für Änderungen dieser Richtlinie gilt Ziffer 10 der AGB.